TEXTILDRUCK.

Textildruck ist nicht nur einfach Druck. Textildruck ist vielseitig. Hier ist Erfahrung und textiles „Feeling“ gefragt.

Wir nutzen in unserer hauseigenen Textildruckerei verschiedene hochwertige Druckverfahren, um für jedes Bekleidungsstück die optimale Veredelungsmethode anbieten zu können. Welche Art von Textildruck welche Vorteile für das Druckergebnis hat, finden Sie im nachfolgenden Ratgeber für Textildruckmethoden. Bei uns erhalten Sie neben dem gängigen Textildruckverfahren auch Druckmethode und Bestickungen, die sehr umweltbewusst und GOTS-zertifiziert sind. So haben wir die Möglichkeit, nahezu alle Ihrer Wünsche umzusetzen.

Druckmethoden.

 

Siebdruck

Siebdruck

ab 20 Stück innerhalb von 3-4 Wochen

Flextransfer

Flextransfer

ab 1 Stck. innerhalb von 1-3 Wochen - auch 24h Expressdruck

Digitaltransfer

Digitaltransfer

ab 1 Stck. innerhalb von 1-3 Wochen - auch 24h Expressdruck

Flocktransfer

Flocktransfer

ab 1 Stck. innerhalb von 1-3 Wochen - auch 24h Expressdruck

Siebdrucktransfer

Siebdrucktransfer

ab 50 Stück innerhalb von 2-3 Wochen

Color-Siebdrucktransfer

Color-Siebdrucktransfer

ab 50 Stück innerhalb von 2-3 Wochen

Strasstransfer

Strasstransfer

ab 50 Stck. innerhalb von 3-4 Wochen

Digitaldirektdruck

Digitaldirektdruck

ab 1 Stck. innerhalb von 1-2 Wochen - auch 24h Expressdruck

Sublimation

Sublimation

ab 1 Stck. innerhalb von 1-2 Wochen - auch 24h Expressdruck

 

Siebdruck.

Der Siebdruck ist der klassische Textildruck schlechthin. Dieses Druckverfahren wird auch als Durchdruck bezeichnet, da die zu druckenden Stellen der Siebdruckform farbdurchlässig sind. Er ist ein Druckverfahren, bei dem die flüssige Druckfarbe mit einem Rakel durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Textil gepresst wird. An denjenigen Stellen des Gewebes, wo dem Druckbild entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, werden die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht. Dafür werden vorab spezielle Filme und Siebe für jede einzelne Farbe erstellt.

Der direkt aufgebrachte Siebdruck erzeugt brilliante und dauerhafte, tief mit dem Stoff verbundene Farben. Im Siebdruck können auch gröbere Rastermotive gedruckt werden. Der Farbstoff wird sehr dünn aufgetragen und die Textilien haben dadurch einen hohen Tragekomfort. Er ist besonders farb- und waschbeständig – bis 60°c -, weil er tief in die Faser eindringt. Gedruckt wird mit Pigment- und Plastisolfarben. Plastisolfarbe ist bekannt für seine lange Haltbarkeit und Waschbeständigkeit bis zu 60 Grad. Mit speziellen Härtern kann der Plastisoldruck auch kochfest gemacht werden. Es können maximal bis zu 12 Farben in einer Größe von 44 x 42 cm dargestellt werden. Beim Druck auf dunklen bzw. farbigen Textilien muss das Motiv mit einem Unterleger gedruckt werden, um eine optimale Deckkraft und Qualität gewährleisten zu können. Sie bestimmen Ihre gewünschten Farbtöne vorher mittels des Pantone Farbsystem. So kann nahezu jede gewünschte Farbe dargestellt werden.

Im Siebdruck lassen sich nahezu alle textilen Artikel wie z.B. Hemden, Blusen, Polos, T-Shirts, Sweatshirts und Stoffbeutel bedrucken. Für Artikel mit einem hohen Anteil an Polyester muss ein sogenannter Blocker verwendet werden, um Farbmigration (Durchbluten der Textilfarbe durch die Druckfarbe) zu vermeiden. Dieser klassische Textildruck ist vor allem für größere Mengen und Baumwolltextilien geeignet.

Flextransfer.

Für einen Textildruck im Flextransfer wird das Druckmotiv spiegelverkehrt aus einer hauchdünnen farbigen Folie mit einem Plotter ausgeschnitten. Anschließend werden die nicht für den Druck gebrauchten Folienteile per Hand entfernt, so dass nur noch das gewünschte Motiv zurückbleibt. Dieses Druckmotiv befindet sich dann spiegelverkehrt auf einer hitzebeständigen Trägerfolie. Es wird dann mit einer Transferpresse mittels Hitze und Druck auf die Textilien aufgepresst. Die Folie, aus der das Motiv ausgeplottet wird, nennt man Flexfolie. Sie ist eine dünne, glatte Folie, die sich sehr gut mit dem Textil verbindet und aufgrund unserer hauchdünnen Folienart der Optik eines Siebdrucks erstaunlich nah kommt. Das Material ist sehr flexibel und deshalb auch für Stretchmaterialien geeignet und hat eine weichen, textilen Griff. Neben den Standardfarben sind auch Sonderfarben wie Neon-, Metallic- und Reflexfolie verfügbar. Wir verwenden ausschließlich Folien für diesen Textildruck, die den Öko-Tex Standard 100 erfüllen und damit schadstofffrei sind.

Die Vorteile des Flextransferdruck sind insbesondere eine gestochen scharfe Darstellung des Motivs, lange Haltbarkeit, extrem hohe Deckkraft und sehr brilliante Farben. Wichtig ist hierbei die Kombination von Material, geeigneter Folie, Anpressdruck und Hitze. Ob Baumwolle, Polyester oder Mischgewebe – fast alle Textilien lassen sich mit dieser Art von Textildruck veredeln. Mit diesem Druckverfahren können auch schwierige Druckpositionen wie z.B. enge Ärmel, schmale Hosenbeine oder kleine Pattentaschen mit Ihrem Motiv bedruckt werden. Neben der leicht dehnbaren Standardfolie gibt es auch besonders dehnbare Folien für Stretchbekleidung und verschiedene Effektfolien wie z.B. Reflektor-, Neon-, Diskofolie oder “Schlangenhaut”. Der Flextransferdruck hat eine glatte Oberfläche und dauerhafte Farben, die bis zu 60°c wasch- und farbbeständig sind. Durch die durchgefärbte Folie ist ein Ausbleichen der Farben auch nach einer Vielzahl von Wäschen nahezu ausgeschlossen.

Der Flextransfer ist insbesondere für kleinere Stückzahlen ab 1 Stck., schwierige Druckpositionen und sehr schnelle Lieferzeiten geeignet.

Flocktransfer.

Für eine Veredelung im Flocktransferdruck wird das Motiv spiegelverkehrt aus einer fertigen Flockfolie von einem Schneideplotter ausgeschnitten und dann per Handarbeit entgittert (die nicht gewünschte Flockfolieteile werden entfernt). So ensteht ein individuelles Motiv auf einer Trägerfolie. Dieses Druckmotiv wird anschließend mit einer Transferpresse mittels Hitze und Druck auf die Textilien aufgepresst. Bei der Flockfolie handelt es sich um eine Hochleistungstextildruckfolie mit weicher und samtartiger Oberfläche (auf Basis von Viskosefasern), die zum Beflocken von Textilien fast aller Art verwendet wird. Die Folien für den Flocktransfer gibt es in vielen verschiedenen Farben z.B. auch in Sonderfarben wie etwa Neongrün und -gelb. Jede Farbe wird separat ausgeplottet und bei mehrfarbigen Drucken mittels einer Transferfolie zusammengefügt. Farbverläufe sind in dieser Art von Textildruck leider nicht möglich.

Da für den Flocktransfer keine Vorkosten anfallen, ist diese Druckmethode ideal für ein- bis zweifarbige Motiv und kleine bis mittlere Auflagen ab 1 Stck..

Digitaltransfer.

Das Motiv für den Digitaltransfer wird in einem Grafikprogramm wie Adobe Photoshop, Adobe Illustrator oder CorelDRAW erstellt und anschließend für den Druck vorbereitet. Die Datei sollte mindestens eine Auflösung von 300 dpi in Originalgröße – besser 600 dpi besitzen, damit ein gutes Druckergebnis erreicht werden kann. Nach der grafischen Kontrolle und ggf. Überarbeitung erhält das Druckmotiv eine Schneidekontur, die sogenannte Cutcontur. Im Anschluss wird das Motiv mit einem Eco-Solvent-Digitaldrucker in 4C auf eine Folie gedruckt und anhand der Cutcontur von einem Schneideplotter passgenau ausgeschnitten. Nach dem Trocknen und einer 24stündigen Ausgasungszeit wird das Motiv entgittert, spiegelverkehrt auf eine Trägerfolie gebracht und mit einer Tranferpresse mittels hoher Hitze und Druck auf das Textil gepresst.

Der Digitaltransferdruck bietet sehr vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Aufwendige Motive, wie Vereinswappen und filigrane Logos lassen sich auf diesem Weg problemlos in kleineren Auflagen produzieren. Der Digitaltransfer eignet sich vor allem für vielfarbige und fotorealistische Motive mit Verläufen. Es entsteht ein sehr glatter und dünner Textildruck, der einen leicht gummierten Griff und eine geschlossene Fläche bildet. Der Digitaltransfer setzt auch komplexe Motive exakt und brilliant um und ist bis 40°c waschbeständig. Durch die aufgedruckte Farbe auf die Trägerfolie ist dieser Transferdruck bei normaler Wäsche farbbeständig, wäscht aber bei sehr häufiger Wäsche mit der Zeit aus und kann nicht chemisch gereinigt werden.

Der Digitaltransferdruck zeichnet sich durch kurze Lieferzeiten, Brillianz und flexible Einsatzmöglichkeiten aus. Dieses Druckverfahren eignet sich bestens für kleinere Stückzahlen und kann bereits ab 1 Stück angefertigt werden. Er ist eine schnelle und kostengünstige Druckvariante für Schulen, Vereine und Promotiontouren.

Siebdrucktransfer + Color-Siebdrucktransfer.

Der Siebdrucktransfer ist ein Transferdruck für Textilien, der im Siebdruckverfahren hergestellt und später auf das Textil gepresst wird. Siebdrucktransfers (z. B. Plastisoltransfers) werden spiegelverkehrt auf silikonisiertem Papier oder einen Folienträger gedruckt und wahlweise je nach Bedarf mit weiß, einem Druckkleber oder auch beidem hinterlegt. Die einzelnen Farben des zu druckenden Motivs werden vorab digital voneinander getrennt, und für jede Farbe wird mit einem fototechnischen Verfahren eine Druckschablone (Sieb) hergestellt. Mit diesen Schablonen werden dann die verschiedenen Farben nacheinander auf das Transferpapier aufgetragen. Anschließend werden diese Motive mit einer Heißpresse auf die Textilien aufgebracht.

Die Verwendung eines Siebdrucktransfers stellt eine gute Alternative zum Direktsiebdruck dar. Es ensteht so ein waschbeständiger und farbbrillanter Druck in nahezu ähnlicher Qualität wie die des Direktsiebdrucks. Ein Siebdrucktransfer kann mindestens 1 Jahr aufbewahrt werden, so dass bei Bedarf eine schnelle und kostengünstige Nachproduktion möglich ist. So können z.B. Vereine Trikots von neuen Mitgliedern kostengünstig veredeln. Siebdrucktransfere werden außerdem gerne verwendet, wenn unterschiedliche Artikel wie T-Shirts, Poloshirts, Sweatshirts, Outdoorjacken und Taschen exakt gleich bedruckt werden sollen. Denn ein Siebdrucktransfer eignet sich für viele Textilarten ob hell oder dunkel, Baumwolle oder Polyester, Caps, Regenschirme oder Taschen.

Der Siebdrucktransfer ist also vor allem für ein- oder mehrfarbige Textildrucke auf unterschiedlichen Textilien geeignet.

Strasstransfer.

Auch aus verschiedenen Strasssteinen können Sie bei uns in vielen Farben Ihr eigenes Wunschmotiv als Textildruck gestalten. Die unterschiedlichen Strassteine können dabei aus diversen Qualitäten wie z.B. Strass, Halbperlen, Aluminiumnieten oder Folienpailletten sein. Ihr Motiv wird nach Ihren Vorgaben digital gestaltet und dann auf einer Trägerfolie platziert.  Alle diese Artikel sind HotFix-Artikel, d.h. Sie verfügen auf der Rückseite über eine Klebebeschichtung, die ab einer Temperatur von ca. 120°c schmilzt und somit mittels einer Transferpresse auf Ihre Textilien aufgepresst werden können.

Der Strasstransfer ist ebenso waschbar wie alle anderen Transferarten für den Textildruck.

Digitaldirektdruck.

Der Digitaldirekt­­druck auf Textilien (direct to garment) zählt zu den neuesten und modernsten Drucktechniken auf Textilien. Die ständig verbesserte Qualität der Druckfarben und Pigmente liefert jetzt beeindruckende Ergebnisse und bietet gerade bei kleinen und mittleren Auflagen unendlich viele Möglichkeiten. Bei fotorealistischen oder filigranen Motiven und komplexen Farbverläufen glänzt der Digitaldirektdruck mit beeindruckenden Druckergebnissen. Auch Illustrationen, künstlerische Grafiken und Zeichnungen sind in diesem Verfahren mühelos umsetzbar. Der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. Gedruckt wird im CMYK-Farbraum und so werden Druckvorlagen auch fotorealistisch mit hoher Detailtreue wiedergegeben. Die Bedruckung von Textilien kann sogar über Nähte, Bündchen, Kragen oder Knopfleisten erfolgen – so ergeben sich ganz besondere Effekte! Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass in dieser Technologie lediglich Stoffe aus Baumwolle oder Baumwollmischgeweben bedruckt werden können, um gute Waschbeständigkeiten zu garantieren.

Die Tinten in dem Digitaldirektdruck dringen dabei bei weißen Textilien rückstandslos in das Gewebe ein, so dass das Kleidungsstück seine ursprüngliche Haptik behält. Für die Bedruckung von farbiger Bekleidung muss das Textil vorbehandelt und ein weißer Untergrund gedruckt werden, um die Farben zum Leuchten zu bringen und eine gute Waschbeständigkeit zu erreichen. So entsteht dann eine leicht „gummiartige“ Oberfläche.

Für diese Textildruck entstehen keine Vorkosten, so dass sich aufwendige Motive mit vielen Farben und Verläufen auch schon ab 1 Stck. zu günstigen Konditionen umsetzen lassen. Die Produktionszeit für die Veredelung beträgt in der Regel ca. 2 Wochen, kann aber gegen Expressgebühren bei freien Kapazitäten auch bereits innerhalb 1 Werktages umgesetzt werden.

Die Farben für den Digitaldirektdruck sind umweltschonend, nachhaltig und ohne Rückstände, so dass sie nach OEKO-TEX® Standard 100 (Produkt Klasse 1) und GOTS (Global Organic Textile Standard) geprüft und deren Unbedenklichkeit bescheinigt ist. Auf Wunsch können beim Kauf von GOTS-zertifizierten Textilien aus unserem Haus die Artikel auch mit GOTS-Zertifikat geliefert werden.

Sublimationsdruck.

Als Sublimationsdruck bezeichnet man einen Textildruck, bei dem der Farbstoff in den Trägerstoff eingedampft (sublimiert) wird. Dafür werden Transferpapiere und -folien sowie Farbstoffe bzw. Spezialtinten verwendet, die in der Regel auf synthetische Fasern sublimiert werden.

Für den Sublimationsdruck wird zunächst eine Spezialfolie mit geeigneten Farbstoffen (seitenverkehrt) bedruckt und dann mit einer Thermotransferpresse im Umdruckverfahren durch Erhitzen auf bis zu 230 °C auf das Textil übertragen. Verwendet werden Dispersionsfarbstoffe, die wasserunlöslich sind. Vorteile bei diesem Druckverfahren sind vor allem, dass sich unterschiedliche Materialien in höchster Fotoqualität bedrucken lassen, die vergleichsweise geringen Kosten – gerade für kleine Auflagen – und eine gute Umweltverträglichkeit. Auf Binde- und Lösungsmittel, die bei anderen Druckverfahren in der Faser vorhanden sein können und ausgewaschen werden müssten, kann verzichtet werden. Darüber hinaus ist dieser Druck äußerst resistent gegen UV-Strahlung und andere Umwelteinflüsse. Nach dem Übertrag auf das zu bedruckende Material spürt man beim Sublimationsdruck keinerlei Farbauftrag, da die Tinte vollständig in das Material eindampft. So trägt sich ein mit Sublimation veredeltes Textil leicht und angenehm und eignet sich besonders für Sportkleidung wie Trikots und Laufshirts.

Materialien, die für den Sublimationsdruck vorgesehen sind wie z.B. T-Shirts, bestehen häufig aus Polyester oder sind mit einer Polyesterschicht überzogen. Natürliche Fasern aus Baumwolle und Wolle sind für den Sublimationsdruck weniger geeignet. Ein optimales Ergebnis liefert dieses Druckverfahren bei weißen Textilien. Optional können weiße Stoffe auch vollflächig bedruckt und dann zugeschnitten und zusammen genäht werden. So kann ein Motiv im Rahmen einer Sonderproduktion auch allover auf ein Bekleidungsstück aufgebracht werden. Auf diese Art und Weise können aber auch alle einfarbigen Farbwünsche nach Pantonewerten umgesetzt werden.

Da für die Sublimation keine Vorkosten entstehen kommt dieses Druckverfahren bereits ab einer Druckmenge von 1 Stück aber nur auf weißen Polyester-Textilien in Frage.